Standort


Lebensqualität

Kultur

„Unsere Kultur ist gewachsen wie ein kräftiger und viel gestalteter Mischwald. Er leistet seinen Beitrag zur lebensnotwendigen Frischluft.“

Dieses Zitat vom ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker trifft den kulturellen Geist der Metropole Ruhr sehr gut. Das breit gefächerte, kulturelle Angebot der Region hat sich über die Jahre und Jahrzehnte zu dem entwickelt, was es heute ist: eine einzigartige, international anerkannte Kulturlandschaft. Zu jeder Jahreszeit und in jedem Genre kommen hier kulturinteressierte Menschen auf ihre Kosten. Mehr noch: Im Prozess des Wandels hat die besondere Kultur der Region identitätsstiftende Qualitäten gewonnen.

Großevents locken Hunderttausende Besucher

Zum einen bietet Europas drittgrößter Ballungsraum zahlreiche Großevents von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Ruhr Triennale beispielsweise, das internationale Festival der Künste an herausragenden Orten der Industriekultur, das neue künstlerische Entwicklungen in eindrucksvoller Weise würdigt. Von 2005 bis 2007 unter der Intendanz von Jürgen Flimm lockte die Ruhr Triennale mehr als 200.000 Besucher an. 2008 wurden über 100 Musik- und Theatervorstellungen, Tanzaufführungen und Literaturveranstaltungen geboten. Auch das weltweit größte Klavierfestival, das KlavierFestivalRuhr, ist in der Region beheimatet. Im Jahr 2008 strömten 63.000 Besucher in die 77 Konzerte, die in zehn Wochen in 15 Festivalstädten stattfanden. 1977 wurde das mehrwöchige Kulturfestival des Landes NRW „Duisburger Akzente“ gegründet. Neben den Sparten Theater, Tanz, bildende Kunst und Literatur werden auch wissenschaftliche Symposien abgehalten.

Foto: Schauspieler auf der Bühne
[+] Ruhrtriennale, Szene aus „Die Nacht der Salzlager“
Foto: Außenansicht Schauspielhaus
[+] Schauspielhaus Bochum, eine der besten Bühnen Deutschlands

Seit 1976 gibt es die Mülheimer Theatertage. Das Einzigartige ist die Konzeption: Sieben bis acht Uraufführungen deutscher Bühnen werden bei den Theatertagen gezeigt und gemeinsam von Jury und Publikum bewertet. Dem Sieger winkt der mit 15.000 Euro dotierte, angesehene Mülheimer Dramatikerpreis. Hervorgegangen aus der Aktion „Kunst für Kohle“ sind die Ruhrfestspiele Recklinghausen, ein europäisches Festival mit Gastspielen aus aller Welt. 2007 besuchten 75.000 Besucher die 234 Aufführungen der über 50 Produktionen. Filmisches bieten die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und die Duisburger Filmwoche, das seit 1990 jährlich stattfindende Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms. Die Kurzfilmtage Oberhausen, das mit Gründungsjahr 1954 älteste Kurzfilmfestival der Welt, gelten als besonders politisch. Rund 1000 akkreditierte Fachbesucher aus aller Welt sehen sich die jährlich durchschnittlich 6000 Wettbewerbsbeiträge aus über 90 Ländern an. Die Duisburger Filmwoche ist ein anerkanntes Zentrum des dokumentarischen Diskurses zwischen Filmemachern und Publikum, Highlight ist die alljährliche Verleihung des arte Dokumentarfilmpreises.

Kulturhauptstadt Europas 2010

Logo: Kulturhauptstadt

Die Metropole Ruhr ist Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2010. Die in diesem Rahmen geplanten kulturellen Projekte teilen sich auf in die vier Themenfelder „Stadt der Möglichkeiten“, „Stadt der Künste“, „Stadt der Kulturen“ und „Stadt der Kreativität“. Die Besucher werden in Welcome-Center in Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund empfangen. Spielfläche des Programms ist die gesamte Region mit ihren 200 Museen sowie 100 Kulturzentren und Konzertstätten, 120 Theatern, 250 Festivals und Festen. Dazu gehören auch 3500 Industriedenkmäler, darunter einmalige Locations wie die Zeche Zollverein, die Jahrhunderthalle Bochum, der Gasometer Oberhausen und der Landschaftspark Duisburg-Nord.

 

Kulturelle Anziehungspunkte

Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Metropole Ruhr – Eindrücke der besonderen Art bietet die Route der Industriekultur. Der 400 Kilometer lange Rundkurs erschließt 52 Zeugnisse der regionaltypischen Vergangenheit und Gegenwart, zur vertieften Begegnung laden 25 Themenrouten ein. Vormals unzugängliche Areale werden nun erlebbar. Auf der Route liegen sowohl atemberaubende Aussichtpunkte wie renommierte Kunstmuseen als auch kulturelle Angebote. Nicht museales Konservieren, sondern die neu definierte Nutzung der vorhandenen Räume und Gebäude – das ist das Prinzip für den Umgang mit der Industriekultur Ruhr. Zentrales Besucherzentrum der Route ist die Zeche Zollverein, das in einzigartiger Weise Zeugnis der Technik- und Architekturgeschichte der Region abgibt. Hier etablierte sich in der jüngeren Vergangenheit auch die Kreativ- und Designszene der Metropole Ruhr. Ein weiteres Highlight der Region ist das LWL-Museum für Archäologie in Herne, das zentrale Schaufenster der Archäologie in Westfalen. Mit seiner einzigartigen Konzeption und Gestaltung gehört es zu den modernsten archäologischen Museen in Europa.

Foto: Rolltreppe von Rem Kolhaas auf Zeche Zollverein, Essen
[+] Rolltreppe von Rem Kolhaas auf Zeche Zollverein, Essen
Foto: Jugendstiltor zur Zeche Zollern, Dortmund
[+] Jugendstiltor zur Zeche Zollern, Dortmund



Esskultur - Die neue Ruhrgebietsküche

Grafik: Die neue Ruhrgebietsküche

In der Metropole Ruhr findet sich eine Vielzahl von Kulturen aus der ganzen Welt, die ihre Eigen- und Besonderheiten aus ihren Heimatländern mitbrachten.  Im Dialog mit den rheinischen und westfälischen Traditionen entwickelt sich dabei eine ganz eigene Koch- und Esskultur: Die neue Ruhrgebietsküche. Dafür steht stellvertretend der FC Ruhrgebiet, ein Zusammenschluss von Spitzenköchen und Küchenkünstlern aus der ganzen Metropole Ruhr.

Seit 2005 kochen und erfinden die kreativen Kochkünstler eine individuelle Küche für das Ruhrgebiet und setzen neue Maßstäbe. „Ente Sous Vide Döner Style auf Kichererbsen im Parmesan“, „Strammer Max von der Wachtel mit Shiitake“, „Potthast von Hering marinière und Gurke aus dem Schrebergarten“ – das klingt verrückt und schmeckt fantastisch. Kulinarik und Kultur werden hier vereint und der Wandel der Region hin zu einer modernen Metropole, die sich ihrer Wurzeln bewusst ist, geschmacklich erlebbar gemacht. Und damit ist auch ein ganz wesentliches  Ziel des FC Ruhrgebiet verbunden: Die  Förderung der nachhaltigen Entwicklung der Region, hin zu einem neuen Selbstverständnis.

www.fcruhrgebiet.de


 
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